Wo alles begann

Aufgewachsen im ländlichen Süddeutschland, war ich von klein auf tief mit der Natur verbunden.

Gleichzeitig wuchs ich in einer weiblichen Linie auf, in der Kreativität und Schneiderhandwerk tief verwurzelt sind. Mit 17 Jahren begann ich, diese Linie auf meine eigene Weise weiterzuführen, und besuchte eine dreijährige Modedesignschule in Schwerin.

Die Haut als Leinwand

Im zweiten Jahr dort begann ich zu tätowieren, zunächst als kreative Ausdrucksform, als Akt der Selbstermächtigung und aus einer tiefen Faszination für die Haut als Leinwand.

Deutschland fühlte sich damals klein an, und in mir wuchs der starke Wunsch, die Welt zu entdecken.

Mit 20 Jahren zog ich nach London. Gemeinsam mit einer Freundin gründeten wir unser eigenes Mode-Label und arbeiteten gleichzeitig als Head Designerinen für ein größeres Label. Nach drei intensiven Jahren führte uns unser Weg nach Berlin, wo wir zusätzlich einen Concept Store eröffneten.

Vom Außen nach Innen

Der schnelle Erfolg, fehlende Erfahrung und die Verantwortung für zwei Unternehmen forderten ihren Tribut. Ich brannte aus und verlor zunehmend die Verbindung zu mir selbst.

Auch meine Gesundheit geriet aus dem Gleichgewicht und zwang mich, innezuhalten und mein Leben neu zu hinterfragen.

Diese schwierige Phase wurde zum Wendepunkt. Der Wunsch nach Heilung führte mich auf einen neuen Weg.

Eine andere Art zu heilen

Während meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin begegnete ich Anyu, die später meine schamanische Lehrerin wurde. Über Jahre durfte ich in Wildniscamps, Visionssuchen und Lehrkreisen lernen und meine Verbindung zur geistigen Welt vertiefen.

Diese Erfahrungen haben mir geholfen, meine eigene Kosmologie zu entdecken, meine Gaben zu entfalten und meinen Platz im großen Ganzen zu erinnern.

Auf der Suche nach meinen Wurzeln

Ich begann zu reisen, erforschte meine Wurzeln in Nordthailand und verspürte immer stärker den Wunsch nach einem sinnhafteren Leben und danach, wieder zu mir selbst zurückzufinden.

Dabei erinnerte ich mich an einen Kindheitswunsch, Krankenschwester und Hebamme zu werden. Ich beschloss, im Gesundheitsbereich zu arbeiten.

Diese Entscheidung veränderte mein Leben.

In die Wildnis gerufen

Mutter Erde ruft mich unablässig in ihre Wildnis, damit ich unmittelbar von ihr lernen und weiter zuhören kann.

Nach und nach begann ich, diese Erfahrung auch mit anderen Menschen zu teilen und sie in Wildniscamps mit in diesen Raum zu nehmen.

Tätowieren als Ritual

Dieser Weg hat auch meine Art zu tätowieren verändert.

Heute ist meine Arbeit von Intention geleitet und mehr als nur Körperkunst. Sie ist ein Übergangsritus, ein persönliches, bewusstes Ritual, das Wachstum und Erwachen anstoßen kann.

Aus deinem Inneren, manifestiert auf deiner Haut.

Ein Weg, der sich weiter entfaltet

Textilien sind nach wie vor mit mir verflochten. Ob Trommeltaschen, zeremonielle Kleidung oder individuelle (Outdoor-)Kleidung. Gemeinsam mit meiner Ma erschaffe ich sie aus natürlichen Materialien, deren Herkunft mir ebenso wichtig ist wie ihr ursprüngliches, lebendiges Tragegefühl.

Den schamanischen Weg gehe ich weiter mit Anyu als Lehrerin, mit Hingabe, Mitgefühl und einer beständigen Praxis des Erinnerns.

Von Herzen

Von Herzen danke ich allen Menschen, die mich auf diesem Weg unterstützt haben und weiterhin unterstützen.

Und ich danke dem ganzen Leben.

Mögen alle Wesen gesegnet, glücklich und frei sein.

Aho

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